Aus Schatten geschmiedet (One true Queen #2) von Jennifer Benkau

Nach dem Lesen des ersten Bandes hatte ich eigentlich schon keine große Lust mehr den zweiten Band anzufassen. Da ich das Buch jedoch bereits im Regal hatte und wir zu viert eine Leserunde zu dem Buch gestartet hatten, konnte ich mich nicht davor drücken es gleich hinter dem ersten Band zu lesen.

Aufgrund der Erfahrungen, die ich mit diesem Buch gemacht habe, fand ich es ziemlich schwer die richtigen Worte zu treffen. Ich kann jedoch immer nur an euren Verstand appellieren: wenn ihr Band eins gelesen habt und Band 2 lesen möchtet: tut es! Wenn euch die Bücher interessieren, hört auf Rezensionen zu lesen und kauft sie. Lasst uns danach gerne diskutieren, was ihr mochtet und was nicht. Nur weil meine Meinung zu einem Buch auch mal etwas härter ausfällt, heißt das nicht, dass euch das Buch nicht gefallen wird. Genau das beweisen auch viele Bewertungen auf gängigen Plattformen.

Ich weise zudem darauf hin, dass diese Rezension zu einem zweiten Teil einer Dilogie ist. Daher kann sie Spoiler zum ersten Band enthalten!!

Die Aufmachung des zweiten Bandes steht dem ersten Buch in nichts nach. Im Grunde handelt es sich nur um eine leicht abgewandelte Form der Aufmachung des ersten Buches. Zusammen sehen die beiden Bücher im Regal wirklich traumhaft schön aus.

Inhalt

Mailin ist Königin von Lyaskye, doch in ihre Welt zurückgekehrt, um dem Fluch zu entkommen. Doch Träume von Liam holen sie ein und wecken den Wunsch zu ihm zurückzukehren und ihm zu helfen. Außerdem scheint Lyaskyes Fluch sie auch in ihre Welt verfolgt zu haben und sie muss einen Weg finden, diesen umzukehren, sonst ist ihr Schicksal besiegelt: sie wird sterben wie alle anderen Königinnen vor ihr.

Es fällt mir schwer…

Und damit meine ich nicht nur, die richtigen Worte zu finden. Der Einstieg in dieses Buch fiel mir ebenfalls sehr schwer. Das hatte auch einen besonderen Grund.

Im ersten Band lernen wir Mailin kennen. Zwar fand ich persönlich sie als Charakter auch im ersten Band noch ausbaufähig, konnte mich aber über die Seiten hinweg irgendwie damit arangieren, dass sie die Protagonistin des Buches ist. Doch in Band zwei haben wir eine ganz andere Mailin vor uns. Wir erinnern uns zurück: Mailins Schwester war im Koma. Und Mailins Leben drehte sich immer nur um sie.

In diesem Band scheint Mailin keine Verbindung zu ihrer Schwester zu haben oder je gehabt zu haben. Der Leser muss sich sogar an manchen Stellen fragen, warum eine solche Handlung in diesem Buch ihr so einfach fällt, wenn ihre Schwester doch ein so wichtiger Bestandteil ihres Lebens und Handeln im ersten Teil gewesen ist. Beiläufig werden auch noch Informationen zu Vickys Gesundheitsstatus an den Leser herangetragen, die vermuten lassen, dass Vicky als Schlüsselfigur für den ersten Roman gut genug war, aber keine Rolle mehr im zweiten Teil spielen sollte.

Ich bin deine Königin!

Was mir dann auch zu Beginn auch gleich auf den Zeiger ging, wie Mailin mit ihrem neu gewonnen Status umgeht. Sie wurde als Königin von Vicky gekrönt, bevor sie zum Ende des ersten Bandes mit Nathaniel in ihre Welt zurück sprang. Mailin möchte im Leben zu diesem Zeitpunkt vieles, wie zum Beispiel ihre Schwester retten, aber sicher nicht Königin sein.

Doch kaum tanzt Nathaniel in ihrer Welt nicht nach ihrer Pfeife, lässt sie gleich die Königin raushängen. Vielleicht liegt es daran, dass Nathaniel neben Alys einer der wenigen Charaktere ist, die ich in diesem Buch ins Herz schließen konnte, aber ich fand diesen Umgang mit dem Königinnenstatus – wie es eben gerade passte – doch sehr verwunderlich. Die kleine, trotzige Mailin will aus dem Bällebad abgeholt werden!

Leider lang, und vor allem weilig.

Ich schrieb schon in meiner Rezension zu Band eins, dass ich am Ende das Gefühl hatte, dass nun nichts mehr kommt. Ein halboffenes Ende, das den Leser mit seinen Gedanken zurück lässt. Dass die Story nun auf eine sehr langwierige und holprige Art und Weise fortgeführt wurde, fand ich sehr schade und kam der Idee und den geschaffenen Welten aus Band eins leider nicht nach.

Und dann bitteschön: Was war das für ein Ende????? Können wir bitte die letzten Kapitel rausstreichen? Nicht alle Bücher brauchen ein Friede, Freude, Eierkuchen Ende. Und das in diesem Buch wirkte leider so deratig konstruiert und passte so gar nicht mehr zum Rest. Man wundert sich eher, ob dieses Ende wirklich aus der Feder der Autorin stammt, da es so unstimmig zum Rest der Geschichte ist…

Der Schreibstil ähnelt übrigens Band eins und selbst in diesem Buch tat ich mir stellenweise schwer. Ich weiß leider nicht, woran es lag. Aber selbst wenn, hätte dieser das Buch leider in meinen Augen auch nicht mehr retten können.

Fazit:

Da haben wir den Salat: eine Dilogie, die besser hätte ein Einzelband bleiben sollen. Mit einem Ende, das den Leser zur Verzweiflung treibt. Und mich jetzt schon verkünden lässt, meinen Leseflopp 2020 gefunden zu haben.

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